Was ist Amateurfunk?

Der Amateurfunk ist ein technisches Hobby, das sich mit den Möglichkeiten drahtloser Nachrichtenübertragung befasst. Funkamateure sind Leute, die sich in ihrer Freizeit mit Wellenausbreitung, mit dem Bau und Betrieb von Sendern und Empfängern, mit Antennen, Meßgeräten und Zubehör beschäftigen.

Wie ist der Amateurfunk entstanden?

Im Jahr 1888 gelang es dem deutschen Physiker Heinrich Hertz elektrische Schwingungen zu erzeugen und diese in einiger Entfernung wieder zu empfangen.

1897 gründete Gugliemo Marconi seine Firma “Wireless Telegraph and Signal Company”. In der Folge bekam Marconi von der britischen Regierung den Auftrag das weitverzweigte britische Empire mit Funkstationen auszurüsten. Parallel dazu kam es auch in anderen Ländern zu solchen Aktivitäten. So auch in Deutschland. Auf Anweisung des Kaisers wurde hier die “Telefunken AG” gegründet. Damit begann die eigentliche Geschichte der “Telegrafie ohne Draht”. Man funkte damals auf Frequenzen bis 1500 kHz. Heute würde man Lang- und Mittelwelle dazu sagen. Höhere Frequenzen galten als unbrauchbar und wurden für Experimente sogenannter “Funkamateure” freigegeben. Bald stellte sich heraus, dass man auf kurzen Wellen (Oberhalb 3000 kHz) mit einen Bruchteil der Energie auskam, welche die kommerziellen Großstationen auf den langen Wellen brauchten. Funkamateure waren es also, die diese Eigenschaften der kurzen Wellen entdeckten.

Die zunehmende Zahl von Funkstationen auf der ganzen Welt machte es erforderlich, die Frequenzen zu koordinieren. 1927 fand eine Konferenz dazu statt. Im Ergebnis dieser Konferenz wurde ein internationaler Vertrag niedergeschrieben, der “Internationale Fernmeldevertrag”, der heute noch seine Gültigkeit hat. Damit war der Amateurfunkdienst amtlich anerkannt und gleichberechtigt mit anderen Funkdiensten festgeschrieben.

Amateurfunk - heute?

Lohnt es sich heute noch Funkamateur zu werden? Wir meinen: Ja, denn der Amateurfunk wird nie langweilig und ist sehr vielfältig. Funkverbindungen können sowohl in Telegrafie(morsen) als auch in Telefonie(sprechen) hergestellt werden. Zu erwähnen seien hier auch noch Funkfernschreiben(RTTY), Bildübertragung(SSTV) und diverse andere digitale Betriebsarten. Diese werden mit Hilfe eines Computers ausgeführt. Programme dafür bekommt man meist kostenlos im Internet. Funkamateure bauen auch ihre eigene Satelliten. Diese umkreisen dann die Erde und fungieren als Umsetzer. 

Es lohnt sich also noch, die kleine Mühe einer Amateurfunkprüfung auf sich zu nehmen, sein eigenes (auf der Welt nur einmal vergebenes) Rufzeichen zu haben und damit ein ganzes Leben lang einen faszinierenden Hobby nachzugehen.

Kontakte zu Funkamateuren und ihren Organisationen

- Die Mitgliederliste hier auf der Webseite.

- Andere Funkamateure in Ihrer Stadt/Umgebung.

- Deutscher Amateur Radio Club

Der Deutschen Amateur Radio Club ist die Dachorganisation aller organisierten Funkamateure in Deutschland. Einen kostenlosen Online-Lehrgang zum Erwerb einer Amateurfunklizenz gibt es hier. Auf eine sehr informative Seite mit vielen interessanten Links sei an dieser Stelle noch hinzuweisen.

Natürlich kann man auch Funkamateur sein, ohne sich irgend einen Verein anzuschließen. Gemeinsam allerdings macht es deutlich mehr Spass. Organisatorische und strukturelle Fragen kann man bei der Bundesnetzagentur erfahren.



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